Facebook hat bummemacht!

Mit dieser kindischen Kopfzeile möchte ich nur sagen: Haha.

Wenn es etwas zu lernen gibt aus diesem Blackout, dann das zentralisierte Dienste ein ziemliches Loch sein können.

Auftritt Fediverse. I’ve said it once, I’ll say it again. Legt nicht alle euren digitalen Eier in einen Korb.

Messaging? Signal ist eine prima Alternative, auch wenn das auch ein zentraler Dienst ist.

Twitter? Mastodon! (Auch wenn Twitter diesmal nicht down war, es kann genau so schnell passieren)

Facebook? Foren und Diaspora!

Instagram? Pixelfed!

YouTube? Peertube! (Begründung siehe Twitter)

Und ja, auch im Fediverse können einzelne Server ausfallen aber die Wahrscheinlichkeit, dass alle weg brechen tendiert gegen null.

Ich bin schon da. Siehe: über mich

Bis später.

Ab heute habe ich meinen „Jahresurlaub“. Staycation und so. Und damit ich nicht die ganze Zeit doomscrolling betreibe, werde ich meinen Social Media Konsum massiv einschränken. Besonders Twitter, Facebook und Mastodon werden die meiste Zeit zu bleiben.

Ich komme aber wieder. Versprochen.

Es sei denn, mir fällt der Himmel auf den Kopf oder so…

Der Planet stirbt.

Wobei. Ist auch nicht ganz richtig. Unser Ökosystem stirbt. Beziehungsweise es ändert sich gerade auf eine derart dramatische Art und Weise, dass unser bequemer Arsch Feuer fängt.

Buchstäblich.

Wälder um das Mittelmeer herum gehen in Rauch auf, in Mitteleuropa spülen Fluten ganze Landstriche davon und der Golfstrom könnte eher früher als später zum erliegen kommen und damit ganz schön was verändern.

Was mich dabei so furchtbar wütend macht: Das sind Sachen vor denen seit Jahrzehnten gewarnt wird. Die wieder und wieder diskutiert werden. Aber nichts passiert. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll mit all den Dingen die mir gerade eine Heidenangst einjagen.

Neben der Neustrukturierung der Ökosysteme (nein, sind keine Umweltkatastrophen, das haben wir selber verbockt, nicht die Natur) haben wir auch noch eine kleine Pandemie. Die einige immer noch behandeln, als wäre es Schnupfen und der Verzicht auf Massenveranstaltungen ein persönlicher Weltuntergang. (Ja, ich weiß, es gibt Leute, die darunter wirtschaftlich leiden aber die meine ich hier nicht und das wisst.)

Die Natur reagiert jetzt auf den ewigen Missbrauch mit einem radikalem Umbau, der nicht nur Häuser und Menschen verbrennt/weg spült, sondern nebenbei auch massiv die Nahrungsversorgung beeinträchtigen wird.

Und Leute pissen sich ins Hemd, weil sie nicht „nach Malle“ in den Urlaub fliegen können.

Merkt da einer noch was? Geht es noch? Heute schon mal in die Nachrichten geschaut? Wir reden hier nicht von einer Dürre „irgendwo in Afrika/Asien“ weil es einfach mal eine heißer Sommer war. Wir reden hier von globalen Veränderungen. Die beißen uns gerade in den Allerwertesten und die, die wirklich was tun könnten, sitzen entweder auf ihren Millionen und können sich eine „schöne ruhige Insel“ kaufen oder sind mit Wahlkampf beschäftigt.

Hat die Masse es denn noch immer nicht kapiert? Wenn es richtig scheiße läuft, dann hat das Leben, wie wir bequemen Mitteleuropäer es kennen, in 10 Jahren ein sehr abruptes Ende. Da sind Schlagzeilen zu lesen, wo ernsthaft darüber diskutiert wird, dass man Städte wie Hamburg nicht mehr wird retten können. Dann müssen knapp 2 Millionen Menschen umgesiedelt werden. Und dann werden auch Städte wie Bremen, Rostock und andere Küstenorte verschwinden.

Ich habe vor ca. 30 Jahren, während des Unterrichts auf dem Gymnasium eine Kurzgeschichte geschrieben. Es sollte eine Art Shadowrun/Cyberpunk Story werden. Damals habe ich davon geschrieben, dass der Ort in dem ich lebe einen „Nordstrand“ haben wird. Und wenn ich mir jetzt Flutkarten anschaue und Vorhersagen wie schlimm es werden könnte… Es sieht so aus, als wenn ich das noch erleben könnte.

Und dann kommen Politikkasper aus dem Unterholz gekrochen und faseln was von „grüner Unterdrückung und Verbotskultur“. Merkt. Ihr. Noch. Irgendwas?

Eigentlich hat dieser Post keinen Sinn, keinen Punkt, keine Pointe und erst recht keine Lösung. Ich weiß nicht, was ich noch alles tun soll, um etwas zu bewegen. Ich bin müde. Unendlich müde und erschöpft. Ich habe so keine Lust mehr auf das Theater.

Aber ich habe Frau und Kind und wenn ich die beiden lachen sehe, dann weiß ich warum ich hier bin. Und warum ich nicht aufgebe.

Jeder, der bis hierhin gelesen hat: Danke. Passt auf euch und die euren auf und versucht so viele auf Kurs zu bringen, wie es geht.

Vielleicht schaffen wir es noch das Schlimmste zu verhindern. Glauben kann ich nicht dran, aber hoffen.

 

Bundestagswahl 2021 – Ohje du fröhliche….

Alle Jahre wieder wird gewählt. Mal dies, mal das und dann wieder jenes.

In 2021 geht es mal wieder um „das große Ganze“. Der Thron des Bundeskanzely und dessen Hofstaat.

Es ist ein Kreuz mit dem Kreuz.

Und dieses Jahr ist es für mich extra schwer zu entscheiden, wer meine Stimme bekommt. Ohne es (wieder einmal) mit vielen Worten zu beschreiben, lasse ich mal DÄ für mich sprechen

Wirklich geholfen hat auch ein „politischer Orientierungstest nicht“. Ergebnis folgt:

Was also tun? Nicht wählen? Blöde Idee. „Was mit Chancen auf den Sieg“ wählen? Da sträubt sich mir jedes Haar am Leibe. Und davon habe ich viele! Auswürfeln? Dartpfeile werfen? Kaffeesatz lesen?

Ich weiß es nicht. Wie macht ihr das?

Ich, der Lord.

Heute ist unser 7. Hochzeitstag. Und was macht man so an einem Hochzeitstag? Man schenkt sich was.

Ich habe uns, meiner Gattin und mir, zwei schottische Titel geschenkt. Und ein kleines Stück Land in Schottland. (1′ x 10 ‚ also knapp 30 x 300 cm)

LORD TIM & LADY TINA Kraft des Eigentums an Grundstücken in Schottland, im Wege einer Widmung, mit dem Wirksam werden und dem Erhalt dieser Proklamation, insbesondere in Bezug auf das Land, das als Plot J579603 by Established Titles beschrieben wird, fortan und auf ewig unter dem Stil und Titel LORD & LADY bekannt sein und soll fortan für alle und jeden als LORD TIM & LADY TINA bekannt sein.

Established Titles verkauft kleine Stücke Land, zusammen mit den Titeln, im Rahmen einer Stiftung zur Erhaltung der Natur. Man tut also was gutes und darf sich jetzt sogar Lord bzw. Lady nennen. :)

So, jetzt noch zwei weitere Lords und wir können einen Kreuzzug starten 8)

YouTube: Ein Experiment

Vor ein paar Wochen habe ich bei YouTube ein Video gesehen, dass behauptet, dass man seinen Kanal mit ein paar einfachen Tricks pushen kann. Dies ist das Video:

Im Video behauptet „The Spiffing Brit“, dass man seinen Kanal innerhalb eines Monats auf „Millionen von Abonnenten“ anwachsen lassen kann. Und das mit minimalem Aufwand.

Das Zauberwort hier ist „shorts“. Eine neue Kategorie bei YouTube die wohl TikTok entgegen stehen soll. Die Videos sind hochkant aufgenommen und kürzer als eine Minute. „Das kann ich auch“ habe ich mir gedacht und innerhalb von knapp einer Stunde Zeit 15 Videos mit je ~30 Sekunden Laufzeit zusammen geschustert. Diese habe ich dann per Timer veröffentlicht. Jeden Tag ein Video. 15 Tage lang.

Und das Resultat nach 2 Wochen? Nun, Millionen Abonnenten habe ich nicht aber 30% mehr als vor dem Experiment. Aber die Aufrufe sind um 993% gestiegen. (Kein Tippfehler, neunhunderdreiundneunzig Prozent)

Auffällig sind die zwei Spitzen.

  • 24.02.2021 1347 Aufrufe
  • 28.02.2021 653 Aufrufe

Und heute? Gestern am 05.03.2021 181 Aufrufe. Das sind immer noch drei bis vier mal so viele Aufrufe wie vor dem Experiment. Jetzt ist die Frage, mache ich weiter mit dem Experiment, bis ich den Monat voll habe oder lasse ich es gut sein? Würde ich weiter machen, müsste ich für die nächsten 15 Tage noch Videos machen. Ich bin unentschlossen. Mal sehen. Es ist jedenfalls seltsam zu sehen, wie wenig organisch das Wachstum auf Plattformen wie YouTube zu sein scheint, wenn man mit so einem Mumpitz Zahlen steigern kann.

Man sieht sich ;)

 

 

2020 und folgende…

Eigentlich sollte das hier ein Text werden, der erklärt, warum ich im Moment aber auch seit längerem bis zur Hutschnur die Nase voll von Politik habe. Aber mir fehlt die Kraft das alles so detailliert aufzuzählen, dass es wirklich das ausdrückt, was ich denke. Sprache ist einfach so unfassbar ungenau, wenn es um Gefühle geht.

Statt dessen wird es ein kurzes „Ich bin noch da“ Statement.

Ich bin noch da. Wir, meine kleine Familie und ich, sind noch da. Wir sind körperlich so gesund wie am Anfang von 2020 und bleiben es hoffentlich auch. Alles andere wird sich noch zeigen.

Von Social Media halte ich mich auch immer noch (die meiste Zeit) fern aber ab und an will man doch Kommunikation jenseits von Familie und Kunden. Aber was da teilweise durch die Timeline schwimmt (besonders bei Kurznachrichtendiensten wie Twitter, Instagram und Mastodon) lässt mich dann ganz schnell diese Fenster wieder schließen. Dann geht es zurück ins Hobbyforum, zu Discord und einmal die Woche zu Twitch. (Und ja ihr Klugschnacker da draußen: dieser Blogpost wird bei Twitter und Mastodon verbreitet. Per Autopost. Da mache ich nichts mehr extra für. Damit interagiere ich auch nur selten. Geht und spielt vor der nächsten Straßenbahn.)

Wer mich sucht (zum reden, quatschen, lachen, virtuelles Bier trinken) der findet mich „im Garten“. In diesem Sinne, hört mehr Musik.

Oh je du fröhliche…

…oder so ähnlich.

Eigentlich wollte ich hier jetzt einen langen Text hinterlassen. Wie ich mich fühle, wie es mir geht und was so um mich herum passiert. Weihnachtswünsche, neues Jahr, das übliche halt.

Aber mir fällt nichts ein, was man nicht schon tausendfach gehört und lesen hat. Und da ich auch noch keinen Plan habe wie sich die letzten 14 Tage des Jahres gestalten werden, lasse ich es einfach sein.

In diesem Sinne: bleibt gesund, passt auf euch und die euren auf und versucht nicht den Kopf zu verlieren.

Open Source Software, eigene Blindheit und Sachen.

Wie ich ja schon an anderer Stelle erwähnt habe, streame ich Dienstags Abends auf Twitch zum Thema Miniaturen, Tabletop und Artverwandtes.

Dazu benutze ich natürlich einiges an Software. Zum streamen selber OBS (Open Broadcast Software) und für Video Bearbeitung OpenShot und Handbrake. Was mich jetzt bisher daran gehindert hat meine Twitch Videos noch einmal nachträglich zu bearbeiten: Renderzeit. Mein nicht mehr ganz so junger PC brauchte für 1 Stunde 1080p FullHD Video eine knappe Stunde Renderzeit. Dem aufmerksamen Leser ist die Vergangenheitsform aufgefallen. Denn dank eines YouTube Videos von „This does not Compute“ habe ich einige Einstellungen in Handbrake gefunden, die ich vorher einfach übersehen habe. Nämlich die nVidia Hardware Beschleunigung zum Rendern. Jetzt braucht der PC für ein 2 Stunden langes Video knapp 11 Minuten.

Das an sich ist großartig, aber Handbrake ist leider ein Tool, dass nur für ein neukodieren von fertigen Filmen wirklich etwas bringt. Als primären Videoeditor benutze ich OpenShot.

OpenShot hat in der aktuellen Version 2.5.1 zwar auch (experimentelle) Hardware Beschleunigung im Programm, aber leider nur unter Linux. Und mein PC läuft mit Windows 10. Ich könnte das ganze dann natürlich auf meinem Laptop machen (die CPU und GPU sind da auch etwas neuer) aber dann muss ich wieder alle Dateien umkopieren. Nicht gerade toll.

Steige ich deswegen jetzt auf kommerzielle Software um? Nein. Aber ich werde mit Sicherheit das Thema Hardware Beschleunigung etwas intensiver untersuchen müssen.

Falls ihr wisst, wie man OpenShot vielleicht doch dazu bekommt anständige Hardware Beschleunigung zu aktivieren, dann bitte eine Email an mich oder Rauchzeichen oder Brieftaube (Europäisch, die Afrikanischen bringen immer Kokosnüsse)